Geschichten vom Engagement: Das Netzwerk von nebenan
Notiert von jor ~ 16. August 2012 ~
In der vorletzten DIE ZEIT hat sich Elisabeth Niejahr der Nachbarschaftshilfe1 angenommen. In Berlin war sie bei Katja Brendel, der Landeskoordination von wellcome, einer Organisation, die sich der freiwilligen, praktischen Hilfe nach der Geburt verschrieben hat. Sie war auch in der generationengemischten Baugruppe in der Boyenstraße in Mitte – und sie war andernorts, hat nachgelesen und nachgefragt.
“Der Staat kann also sparen, wenn Nachbarn einander helfen. Aber er muss sich paradoxerweise zunächst einmal kümmern. Die Bundesregierung müsste die Wohnungspolitik wiederentdecken, sie müsste Stadtteilarbeit unterstützen, statt, wie gerade geschehen, das Geld für das sogenannte Quartiersmanagement durch engagierte Bürger zu kürzen. Mit Wohnungs- und Stadtteilpolitik lässt sich schließlich gerade bei den Zukunftsaufgaben viel bewegen, die in aller Munde sind: Integration von Minderheiten, Demografie, also Familien- und Altenpolitik, Klimaschutz (durch die richtige Wärmedämmung von Gebäuden). Nicht für alle globalen Probleme braucht man globale Lösungen.”
- Niejahr, Elisabeth: Nachbarschaftshilfe. Das Netzwerk nebenan. In: Die Zeit, 09.08.2012 | Online: http://www.zeit.de/2012/33/Netzwerk-Nachbarschaft/komplettansicht ↩



