Geschichten vom Engagement: Das Netzwerk von nebenan

In der vor­letz­ten DIE ZEIT hat sich Eli­sa­beth Nie­jahr der Nach­bar­schafts­hil­fe1 an­ge­nom­men. In Ber­lin war sie bei Kat­ja Bren­del, der Lan­des­ko­or­di­na­ti­on von well­co­me, ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on, die sich der frei­wil­li­gen, prak­ti­schen Hil­fe nach der Ge­burt ver­schrie­ben hat. Sie war auch in der ge­nera­tio­nen­ge­misch­ten Bau­grup­pe in der Boy­en­stra­ße in Mit­te – und sie war an­dern­orts, hat nach­ge­le­sen und nachgefragt.

Der Staat kann al­so spa­ren, wenn Nach­barn ein­an­der hel­fen. Aber er muss sich pa­ra­do­xer­wei­se zu­nächst ein­mal küm­mern. Die Bun­des­re­gie­rung müss­te die Woh­nungs­po­li­tik wie­der­ent­de­cken, sie müss­te Stadt­teil­ar­beit un­ter­stüt­zen, statt, wie ge­ra­de ge­sche­hen, das Geld für das so­ge­nann­te Quar­tiers­ma­nage­ment durch en­ga­gier­te Bür­ger zu kür­zen. Mit Woh­nungs- und Stadt­teil­po­li­tik lässt sich schließ­lich ge­ra­de bei den Zu­kunfts­auf­ga­ben viel be­we­gen, die in al­ler Mun­de sind: In­te­gra­ti­on von Min­der­hei­ten, De­mo­gra­fie, al­so Fa­mi­li­en- und Al­ten­po­li­tik, Kli­ma­schutz (durch die rich­ti­ge Wär­me­däm­mung von Ge­bäu­den). Nicht für al­le glo­ba­len Pro­ble­me braucht man glo­ba­le Lösungen.”

  1. Nie­jahr, Eli­sa­beth: Nach­bar­schafts­hil­fe. Das Netz­werk ne­ben­an. In: Die Zeit, 09.08.2012 | On­line: http://www.zeit.de/2012/33/Netzwerk-Nachbarschaft/komplettansicht